Redakteur On November - 15 - 2010

Abu Dhabi: Dieser Ort ist für den neuen und zugleich jüngsten Weltmeister Sebastian Vettel sicher die Stätte seines Wirkens, an die er sich sein Leben lang gern zurück erinnern wird. Verschwitzt, aber unsagbar glücklich entstieg er seiner „Randy Mandy“, dem Red Bull Flitzer, mit dem er, begleitet von Applaus in vielen Wohnzimmern, als erster über die Ziellinie fuhr. 55 harte Runden lagen hinter ihm, gefolgt von Konkurrenten, die ihm immer noch den Titel streitig machen konnten. Da musste alles wohl überlegt sein: Die Wahl der Reifen, die für die ersten Zehn nicht frei war, die Planung von Boxen Stopp und so weiter.

Gleich in der ersten Runde die Schrecksekunde, als Michael Schumacher sein Auto verlor und nach einem Crash unverletzt die Rennstrecke verlassen musste. Das Safety Car fuhr einige Runden, bis die Teile und das Kühlwasser auf der Straße ungefährlich gemacht wurden; dann nahm die Spannung mit jeder Runde zu. Die Moderatoren bei RTL freuten sich, als schärfster Konkurrent in dem Rennen um den Titel, Fernando Alonso von Ferrari, nach seinem Boxen Stopp dem Traum vom Weltmeister bis Ende des Rennens hinterher fuhr.

Der Deutsche, der beim österreichischen Red Bull Team noch bis 2011 unter Vertrag ist, führte nach einem anstrengenden Rennen die Formel 1 zum überhaupt ersten Mal in seiner Karriere an: Zum optimalen Zeitpunkt, denn nun ist er gleich Weltmeister. Einige Steine musste er in dieser Saison aus dem Weg räumen; nicht zwangsläufig seine Schuld. Dennoch ließ er sich nicht entmutigen und verfolgte engagiert sein Ziel hin zu einer bestmöglichen Platzierung. Das Ergebnis kann sich sehen lassen – mit 23 Jahren und dem Schelm, der nun erst recht aus den Augen von Sebastian Vettel lacht.

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