Redakteur On Oktober - 27 - 2010

Am Sonntag, mitten in der Nacht, wird die Uhr wieder eine Stunde zurück gestellt. Die Sommerzeit hat dann ein Ende, die Winterzeit beginnt. Die, die die eine Stunde von der Umstellung von Winter- auf Sommerzeit immer noch schmerzlich vermissen, bekommen sie nun wieder zurück. Wie jedes Jahr. Für viele junge Menschen ist das eine Gelegenheit, endlich einmal richtig auszuschlafen, denn auch, wenn man um 11 Uhr „schon“ aufsteht, hat man eine Stunde mehr Zeit, um an der Matratze zu horchen. Auch das ausgehen kann, sofern die Volljährigkeit erreicht ist, eine Stunde länger ausgekostet werden. Sechzig Minuten mehr Fernsehprogramm, sechzig Minuten mehr Zeit für den Partner: Die Umstellung von Sommerzeit auf Winterzeit im Herbst ist deutlich beliebter, als ihr Gegenstück im Frühling.

Experten warnen davor, die Zeitumstellung auf die leichte Schulter zu nehmen. Sie wirkt sich auf den Körper aus, wie ein winzig kleiner Jetlag. Es kann bis zu einer Woche dauern, bis man den Rhythmus wieder auf die momentane Zeit angepasst hat. In dieser Zeit gibt es durchaus Phasen der Konzentrationsschwäche oder der Müdigkeit. Man bemerkt aus statistischen Erhebungen in der Zeit nach der Umstellung eine erhöhte Zahl an Unfällen, sowohl im Haushalt, wie auch am Arbeitsplatz und im Sport beziehungsweise Straßenverkehr. Für all jene, die sich freuen, eine Stunde länger Zeit zu haben, die es genießen, dass es so früh dunkel und so spät hell wird: Eines ist gewiss: Die Stunde, die sie geschenkt bekommen, wird auch wieder gestohlen, nämlich im Frühjahr, wenn alle Zeichen wieder auf Sommer stehen.

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