Redakteur On Oktober - 1 - 2010

Die Landwirte, aber auch die Kleingärtner haben in diesem Jahr alle das gleiche Problem. Das Wetter nahm in diesem Jahr ungewöhnliche Ausmaße vor, sodass sich nun im Herbst die Ernten entsprechend schlecht zeigen. So kann zum Beispiel an der Apfelblüte deutlich erkannt werden, wie witterungsabhängig die Ernten sind. Durch den langen Winter blieben die Blüten an den Apfel- und anderen Obstbäumen zum Teil aus. Weniger Blüten bedeuten zugleich eine geringere Ausbeute. Die Äpfel sind zwar qualitativ hochwertig, aber dafür sind die Produktionszahlen in den Keller gefallen. Die Folge hiervon sind deutlich höhere Preise, die natürlich der Verbraucher zu bezahlen hat.

Durch das Wetter sind auch die Kartoffeln in diesem Jahr von Ernteeinbußen betroffen. Manch einer mag lachen, wenn er hört, dass die Pommes Frites in diesem Jahr kürzer ausfallen, als gewohnt. Woher aber sollen die Hersteller lange Pommes nehmen, wenn es nur lauter kleine Kartoffeln gibt, weil das Erntejahr viel später begann und noch dazu eine gewisse Zeit der Dürre das Wachstum ausgebremst hat. Ein langer Winter kann einem Bauern eine ganze Ernteperiode von Feldfrüchten, die er sonst mehrmals pro Jahr aussäen kann, nehmen. Das bedeutet natürlich auch eine Umsatzeinbuße, die mit höheren Preisen quittiert wird. Der Kunde im Supermarkt, auf dem Wochenmarkt und direkt am Hof muss dann das bezahlen, was an geringerer Stückzahl eingebracht werden kann.

Nicht beklagen konnten sich in diesem Jahr die Pilzsammler, die sich in weiten Regionen Deutschlands einen Vorrat anlegen konnten, der bis weit über den Winter hinaus reichen dürfte. Wenig Würmer und frische, schöne Pilze konnten gesammelt werden, in einer längere Zeit nicht dagewesenen Fülle. Auch diese Tatsache ist dem Wetter zu verdanken – ein Licht in einem sonst eher dürftigen Jahr für die Landwirte und Hobbygärtner, die nun schon aufpassen müssen, dass die Tomaten an den Sträuchern im eigenen Garten noch vor dem Frost reifen.

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