Sogar Bücher und Gedichte gibt es über das Aprilwetter, das in der Regel viele Kapriolen für die Menschen bereit hält. Man kann sich eigentlich nur darauf verlassen, dass man sich auf nichts verlassen kann. Kaum scheint die Sonne, verzieht sich der Himmel, ein Regenschauer prasselt nieder. Und, als wäre nichts gewesen, strahlt schon kurze Zeit später die liebe Sonne wieder vom Himmel und erwärmt die Herzen aller.
Nur im Bezug auf die Kleidung macht das Aprilwetter den Menschen das Leben schwer. Ein T-Shirt? Einen Pulli? Oder doch lieber eine Jacke? Meistens, wenn man dem Blick zum Himmel vertraut, bekommt man dafür eine Rechnung. Den Schirm und die Jacke angesichts des blauen Himmels zu Hause zu lassen, ist im April eher leichtsinnig, schließlich weiß man es ja eigentlich besser: Das Aprilwetter ist unbeständig und unberechenbar. Dass der April das macht, was er will, lernen die Kinder schon als Weisheit in der Schule. Dennoch passiert es immer wieder, dass man sich einfach verschätzt oder auf falsche Tatsachen hofft. Nass und durchgefroren muss man manchen Ausflug abbrechen, weil die Sonne doch nicht bis zum Nachmittag durchgehalten hat.
Sogar Schnee kann es noch einmal geben, wenn auch die Krokusse und Osterglocken schon ganz anderes vermuten lassen. In der Nacht wird es bestimmt noch ab und an frostig – es stehen ja auch die Eisheiligen noch vor der Tür. Während die einen hoffen, dass die Eskapaden des Wetters im April bald aufhören, finden andere es lustig, dabei zuzusehen, wie sich der Himmel oft mehrmals am Tag verändert und einmal Regen und Hagel, dann aber sofort wieder Sonne und Wärme bringt.